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Unternehmens- und Wirtschaftsberatung
Mittelstandsberatung

  • Andre Zumbrock
  • Dipl. Kfm

Einzigartigkeit und Komplexität bestimmen jedes einzelne Projekt!

Fortführungsprognose und Sanierungskonzept bei krisenbehafteten Unternehmen

Wenn Sie grundsätzlich Bankkredite bzw. Fremdmittel beantragen oder in Anspruch nehmen und in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, müssen Sie sehr schnell erfahren, dass die Beteiligten sich erst einmal ein Bild über die Situation machen müssen, bevor sie eine Entscheidung über weitere Zusagen treffen … und dies bedarf zum Teil mehrere Wochen oder sogar Monate. Zeit, die Sie in der Regel nicht haben, denn liegt z.B. bei der Erstellung des Jahresabschlusses eine rechnerische Überschuldung vor, verlangen Banken und Sparkassen die Vorlage einer sogenannten positiven Fortführungsprognose oder fordern sogar komplette Sanierungskonzepte und Gutachten zur Sanierungsfähigkeit mit einem Urteil darüber, ob Ihr krisenbehaftetes Unternehmen überhaupt sanierungsfähig ist. In früheren Tagen bedeutete diese Überschuldung, die Zahlungsunfähigkeit, ja sogar schon die drohende Zahlungsunfähigkeit, dass innerhalb von 14 Tagen nach Feststellung dieser Insolvenzantragsgründe ein Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht gestellt werden musste.

Der Gesetzgeber hat aber im Rahmen der Finanzkrise verfügt, dass ein rechnerisch überschuldetes Unternehmen keinen Insolvenzantrag mehr stellen muss, wenn eine positive Fortführungsprognose erstellt werden kann, die nachweist, dass das Unternehmen nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich in der Lage sein wird, künftig wieder Gewinne zu erwirtschaften und seinen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachkommen kann.

Natürlich sind dann weitere Analysen zu erarbeiten, parallel dazu sind die Marktchancen der Produkte oder Dienstleistungen Ihres Unternehmens zu prüfen und klare Strategien zur Verbesserung müssen erarbeitet werden. Auch personalwirtschaftlich ist alles auf den Prüfstand zu stellen.

„Die positive Fortführungsprognose ist für die Zukunft Ihres Betriebes in einer solchen Situation von existentieller Bedeutung!“

Dabei sind die Anforderungen an den Inhalt, Qualität und Umfang extrem hoch und werden von mir entsprechend angelehnt an den Sanierungsstandard S6 vom IDW umfangreich erarbeitet. Alle Informationen und ggf. auch Annahmen auf die Zukunft müssen wir gemeinsam dokumentieren und möglichst detailliert nachweisen, damit diese wiederum von Dritten jederzeit nachprüfbar sind.
Hier sind natürlich auch mögliche Erwartungen von Banken, Kreditversicherungen und anderen Gläubigern – die in Kenntnis der Sachlage skeptisch sind – zu berücksichtigen.

Die umgesetzten Änderungen und Erleichterungen des Gesetzgebers im Rahmen des Insolvenzrechts verschaffen uns in der Krise mehr Zeit, um Lösungen für Ihr Unternehmen zu suchen und diese auch umzusetzen. Der Fortführungsprognose kommt dabei eine tragende Rolle zu. Für Unternehmer, die Unternehmen in Form einer Kapitalgesellschaft haben, heißt dies, dass allein die positive Fortführungsprognose, erstellt durch einen Sachverständigen, die Insolvenzantragspflicht aufheben kann.

Zusätzlich zur positiven Fortführungsprognose muss immer eine nachhaltige Rendite- und Wettbewerbsfähigkeit erlangt werden, damit vom mir die Fortführungsfähigkeit bejaht werden kann. Damit Ihr Unternehmen auch weiterhin kreditfähig ist, muss ich im Rahmen des Sanierungskonzeptes auch auf die zukünftige Entwicklung, die Profitabilität und die Liquidität eingehen. Grundsätzlich muss mein Sanierungskonzept auch die Krisenursachen aufzeigen, geeignete Sanierungsmaßnahmen festlegen und Prognosen über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung Ihres Betriebes enthalten. Wir werden daher gemeinsam die tatsächlichen Ursachen der Krise bestimmen, erreichbare Ziele formulieren, strategische Defizite beseitigen, Kosteneinsparpotentiale finden und gemeinsam diese Dinge umsetzen.

Als Folge dieser Prognose, werden Ihnen Banken und Sparkassen bei der Finanzierung weiterhin ihre Begleitung gewährleisten. Der Prognosezeitraum für das Sanierungsgutachten bezieht sich immer auf das laufende und folgende Geschäftsjahr.
Neben dieser positiven Fortführungsprognose ist natürlich immer die Liquidität zu beachten, denn eine Zahlungsunfähigkeit ist und bleibt ein Grund, der wegen des § 17 Abs. 2 InsO zur Insolvenzantragspflicht führt.


Ich bin ein auf Sanierung spezialisierter Berater!

Denn der BGH hat in seiner Rechtsprechung entschieden, dass die Sanierungsprüfung nur von einem branchenkundigen Spezialisten eingehend und objektiv durchzuführen ist. Auch in der Literatur wird regelmäßig gefordert, dass hier die Einschaltung eines unabhängigen, externen Sachverständigen nötig ist. Und nur unter dieser Voraussetzung ist die Bank im Falle des Scheiterns der Sanierung dann haftungsrechtlich entsprechend geschützt. Denn liegt mein positives externes Sanierungsgutachten vor, reduziert sich die Verpflichtung der Bank zur Sanierungsprüfung auf die bloße Plausibilitätskontrolle!
Der BGH fordert diese unabhängige Prüfung der Sanierungsfähigkeit nicht nur für die Sparkassen und Banken, sondern auch für Gläubiger und den Schuldner selbst.
In der Praxis hat sich mittlerweile durchgesetzt, dass selbst die großen Kreditversicherer bei Stundungs- und oder Erlassverhandlungen entsprechende Sanierungsgutachten im Rahmen des Sanierungsstandards IDW S6 einfordern. Auch dies ist für Sie von existentieller Bedeutung, denn Ihre Lieferanten haben Ihre Forderungen gegen Sie in der Regel über eine Warenkreditversicherung abgesichert.

Dabei ist der Einsatz meiner Person, als unabhängiger Gutachter nur dann möglich, wenn Sie mir das Mandat als unabhängigen Dritter erteilen und ich hier nicht als Interessenvertreter von Banken und Sparkassen oder Gläubigern agiere und damit auch kein Eigeninteresse bezüglich der sanierungskonzeptionellen Ergebnisse vorliegt. Auch die eigene Sanierungsprüfung bzw. die Sanierungsprüfung durch den bisherigen tätigen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer ist nicht im Sinne der BGH-Entscheidung.


Anforderung an eine tragfähige Fortführungsprognose

  • Fortführungswille (Sanierungswille des Unternehmers in der Krise)
  • Fortführungsfähigkeit (Sanierungsfähigkeit des Unternehmens, d. h. nachhaltige unternehmerische Überlebensfähigkeit)
  • Fortführungsmöglichkeiten (Sind überhaupt Möglichkeiten für eine Sanierung des Unternehmens gegeben?)


Liegt Ihr Fortführungswille vor, kommt im nächsten Schritt die eigentliche Hauptaufgabe auf uns zu: Die Erstellung der Fortführungsprognose kurzfristig zu gewährleisten.
Ich beginne meine Arbeit mit einer sorgfältigen Analyse der Ausgangslage. Ich werde Krisenursachen und Schwachstellen herausarbeiten und benennen. Auf Basis dieser Erkenntnisse müssen wir dann folgende Szenarien bzw. Planungen darstellen:

  • Erste und unternehmenserhaltende Sanierungsmaßnahmen
  • Finanzeckdaten (Jahres-, Quartals- oder Monatsabschlüssen) mit operativer und strategischer Planung
  • Kundenstrukturen, Markt und Marktentwicklung, Wettbewerb, Branchenentwicklung
  • Beschaffung / Einkauf
  • Management / Personal
  • Beteiligungen und verbundene Unternehmen
  • Organisation, Rechnungswesen, Controlling und EDV / IT
  • Zuführung von Fremdkapital / Fremdmitteln
  • Zahlungsfähigkeitsprognose mit Liquiditätsplanung


Die Erstellung einer realistischen Fortführungsprognose und der dann folgenden Maßnahmen und Umsetzungen reicht jedoch meist nicht aus, um Ihrem Unternehmen endgültig aus der Krise zu verhelfen. In vielen Fällen ist es notwendig, dass neben dem permanenten Soll-/Ist-Abgleich (Sanierungscontrolling) ein operativ krisenerfahrener Interimsmanager (Führungskraft auf Zeit) eingesetzt wird, um die Krise zu überwinden bzw. innerhalb der Krise positive Veränderungen im Unternehmen durchzusetzen. Auch diese Leistung ist Teil meines Angebotes an Sie.